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TU Dresden » Faculty of Mechanical Science and Engineering » Institute for Materials Science » Chair of Materials Science and Nanotechnology
 
» tud news   » news   » 2014.07.10





Wednesday, 10 July 2014

Wenn Vision Wirklichkeit wird: Dr. Larysa Baraban



Im Exzellenzcluster "cfaed" erlangen 80 Studenten aus 17 Nationen ihren Doktor - Larysa Baraban hat ihn bereits in der Tasche. Dass Larysa Baraban in Deutschland gelandet ist, war eigentlich ein großer Zufall. "Nach meinem Physikstudium in Kiew habe ich ein zweimonatiges ExperimentierPraktikum an der Uni Konstanz gemacht", erzählt die 31-jährige Ukrainerin. "Nachdem ich vorher rein theoretisch gearbeitet habe, war das eine richtige Offenbarung." Aus dem Praktikum am Bodensee wurde ein vierjähriges Promotionsstudium, das sie Ende 2008 erfolgreich abschloss. Danach führte sie ihre Forscherkarriere zunächst nach Paris, wo sie an einer Hochschule als Post-Doc arbeitete und eine innovative fluide Plattform für mikrobiologische Anwendungen entwickelte. Doch auch aus familiären Gründen wechselte sie 2011 nach Dresden, zunächst an das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden, später an die Professur für Werkstoffwissenschaften der TU Dresden von Prof. Cuniberti im Exzellenzcluster "Center for Advancing Electronics Dresden" (cfaed). Hier arbeitet sie an der Entwicklung von Biosensoren aus Silizium-Nanodräh- ten. Nun ist sie Leiterin eines zehnköpfigen Forschungsteams und betreut selbst sechs Doktoranden. "Natürlich versuche ich, die Erfahrungen aus meiner eigenen Doktorarbeit einzubringen", sagt sie. "Im Idealfall helfe ich meinen Doktoranden, eine Vision Wirklichkeit werden zu lassen." Doch eigentlich sei die wichtigste Erfahrung, dass dieselbe Lösung nicht immer gleich wirkungsvoll sei. "Forschung ist eben auch ein ewiger Kreislauf von Versuch und Irrtum." Ihre Arbeit als Forscherin begeistert sie inhaltlich und persönlich gleichermaßen. "Zum einen kann ich an der Erkennung von Krankheiten mitwirken. Zum anderen merke ich, dass ich mich durch die Teamleitung auch persönlich weiterentwickle. Das ist ein spannender Prozess."In der Ukraine seien die Studenten beim Masterabschluss in der Regel ein, zwei Jahre jünger als in Deutschland. "Ich weiß gar nicht, ob dass ein Vor- oder ein Nachteil ist", sagt Larysa Baraban nachdenklich. "Die deutschen Studenten sind dafür oft schon reifer und unabhängiger." Sie lebt nun seit neun Jahren außerhalb der Heimat. "Klar habe ich manchmal Heimweh. Aber ich habe noch viele starke Beziehungen, privat und wissenschaftlich, in die Ukraine und bin dort, so oft es geht." Dank guter Flugverbindungen, Skype und E-Mail seien die Entfernungen jedoch überwindbar. Von den politischen Unruhen in der Ukraine ist sie persönlich nicht so betroffen, da ihre Familie eher in der Mitte und im Westen des Landes zu Hause ist. Trotzdem hofft sie sehr darauf, dass die Einheit ihres Landes gewahrt bleibt. "Die Forschung in der Ukraine ist sehr stark, was die Theorie angeht. Aber die Laborbedingungen sind hier einfach besser." So bereut sie es nicht, nach Dresden gekommen zu sein. "Je länger ich hier bin, desto mehr verliebe ich mich in diese Stadt."

See full article in the Uni Journal.



last modified: 2017.09.21 Do
author: webadmin

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