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Mikroorganismen nutzen

Dresdner Universitätsjournal, Wednesday 04.03.2015




    Gründung des Forschungsbündnisses BioSAM

    Bereits im Januar ist das Forschungsbündnis "Biologische Sensor-Aktor-Systeme auf der Basis von funktionalisierten Mikroorganismen (BioSAM)" gegründet worden. Es vereint fünf Institute der TU Dresden mit fünf weiteren Forschungseinrichtungen und elf Unternehmen aus der Region. Das Bündnis wird im Rahmen der Innovationsinitiative "Unternehmen Region" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre mit rund sieben Millionen Euro gefördert.
    Im Mittelpunkt von BioSAM stehen lebende Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien mit einzigartigen Eigenschaften, die technisch genutzt werden sollen. So können Mikroorganismen beispielsweise für den spezifischen Nachweis von Arzneimittelrückständen oder Schwermetallverunreinigungen im Wasser eingesetzt werden. Eine Besonderheit dieses Ansatzes der Umweltanalytik besteht darin, dass nicht nur die Anwesenheit der Schadstoffe bestimmt, sondern auch deren biologische Wirkung auf lebende Zellen erfasst werden kann. Zudem können Mikroorganismen als Aktoren diese Problemstoffe oft sogar abbauen oder adsorbieren. Im Fokus des Verbundes BioSAM steht die Entwicklung geeigneter Mikroorganismen. Die größte beteiligte Forschungseinrichtung ist die TU Dresden mit dem Institut für Genetik, dem Institut für Festkörperelektronik, dem Institut für Technik- und Umweltrecht, dem Institut für Wasserchemie und dem Institut für Werkstoffwissenschaften. Weitere teilnehmende Forschungseinrichtungen sind das CiS Forschungsinstitut GmbH (Erfurt), der GMBU e.V. (Rossendorf), das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, das Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik e.V. (Meinsberg) und die Universität Leipzig mit dem Institut für Biochemie.
    Die BioSAM-Technologieplattform soll für eine breite wirtschaftliche Nutzung von zellbasierten Sensor-Aktor-Systemen in den Bereichen Bioverfahrenstechnik, Wasser- und Umwelttechnologie sowie Klimatechnik erschlossen werden. Gleichzeitig verbindet das Bündnis die beiden sächsischen Technologieschwerpunkte Mikroelektronik und Biotechnologie. Das BMBF fördert BioSAM als sogenannten Wachstumskern, der die Aufgabe hat, durch die direkte Überführung von wissenschaftlichen Spitzenergebnissen in die regionale Industrie die Voraussetzungen für die Entstehung regionaler Wirtschaftscluster zu schaffen.

    Aus dem Dresdner UniversitätsJournal 04/2015. Original article as pdf
    © Dresdner UniversitätsJournal 2015



last modified: 2017.06.28 Mi
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