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»Ich bin als Lehrender selbstbewusster geworden«

Dresdner Universitätsjournal, Tuesday 16.02.2016




Sebastian Schellhammer erhielt im Mai 2015 das Sächsische Hochschuldidaktik-Zertifikat. Er ist Doktorand am Lehrstuhl für Materialwissenschaft und Nanotechnik der TUD und hatte so bereits mehrere Jahre universitäre Lehrerfahrung. Schellhammer lobt, was er während der Zertifikatskurse gelernt hat: »Früher unterrichtete ich nur nach Bauchgefühl. Jetzt habe ich die wissenschaftliche Bestätigung dafür, dass ich richtig gelehrt habe, und kann meine Kenntnisse fundiert weitergeben.«
Die meisten Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter an Hochschulen forschen nicht nur, sondern lehren auch: halten Vorlesungen, Seminare oder übungen. Um das pädagogische Handwerkszeug zu erwerben, absolvieren Lehrer an Schulen im Studium Lehrveranstaltungen in Didaktik und Pädagogik und lernen danach im Referendariat, was sie für ihren täglichen Unterricht brauchen. Hochschullehrer dagegen müssen sich in der Regel selbst erarbeiten, wie sie ihren Lehrstoff so aufbereiten, dass die Teilnehmer wirklich etwas lernen, oder wie sie Seminararbeiten so begleiten, dass sich der Schreibende unterstützt fühlt. So hatte sich auch Sebastian Schellhammer, der seit 2009 an der TUD Lehrveranstaltungen konzipiert und hält, bis 2013 erfolgreich von seinem pädagogischen Bauchgefühl leiten lassen: »Ich hatte von den Studenten die Rückmeldung bekommen, dass ich gute Lehre mache«, sagt der 28-Jährige. »Doch ich wollte einen Abschluss haben, der mir das bestätigt. Außerdem interessierte es mich, mich mit Leuten auszutauschen, die wie ich gut lehren möchten.« So absolvierte er ab September 2013 die drei Module des Sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikats, das das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen (HDS), dessen Geschäftsstelle sich in Leipzig befindet, seit sechs Jahren anbietet. Für jedes Modul brauchte er ein Semester. Sebastian Schellhammer erwarb das Zertifikat parallel zu seiner Tätigkeit am Lehrstuhl. »Da die Module auch praktische Elemente enthalten, kann man das Zertifikat nur machen, wenn man bereits lehrt«, merkt der Wissenschaftler an. Etwa drei Stunden wöchentlich investierte er in die Qualifikation, zusätzlich zur 40-Stunden-Woche. Im ersten Modul fand er es interessant, sich während der Hospitationen mit anderen Teilnehmern auszutauschen und ihnen mit seinen Erfahrungen zur Seite zu stehen. Im zweiten Modul genoss er, zwischen Workshops mit verschiedenen Themen wählen zu können, entschied sich unter anderem für einen Kurs über die Begleitung von Abschlussarbeiten. Das dritte Modul verlief für Sebastian Schellhammer besonders erfolgreich: Er überarbeitete seine Konzeption für die Veranstaltung »Concepts of Molecular Modeling«, die er vor einiger Zeit selbst erstellt hatte: »über die Jahre war meine Studentenschaft heterogener und internationaler geworden. Deshalb passte ich die Konzeption so an, dass die Studenten ihre Unterschiedlichkeit nutzen konnten, um sich gegenseitig voranzubringen.« Für die erneuerte Veranstaltung erhielt Sebastian Schellhammer im Oktober 2015 den mit 2000 Euro dotierten Lehrpreis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TUD.
Der Doktorand zieht ein positives Fazit dessen, was er während der Zertifikatskurse gelernt hat: »Ich fühle mich dadurch in meiner Vorgehensweise bestätigt und bin selbstbewusster geworden.« Als Multiplikator möchte er nun den Kollegen am Lehrstuhl seine Kenntnisse nahebringen. Außerdem kooperiert er mit anderen Dozenten im Arbeitskreis »Internationale Lehre in MINT-Studiengängen«. Im Mai wird er selbst einen Hochschuldidaktik-Workshop halten. »Ich würde es allen Hochschuldozenten empfehlen, das Zertifikat zu erwerben«, sagt er. »Wenn es nach mir ginge, würde ich es für Mitarbeiter, die dauerhafte Stellen in der Lehre haben, sogar verpflichtend machen.« (Beate Diederichs)

Aus dem Dresdner UniversitätsJournal 03/2016. Original article
© Dresdner UniversitätsJournal 2016



last modified: 2017.07.27 Do
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